Montag, 14. Mai 2018

Ein Resümee - Meine Draußenzeit im Mai...

...begann mit ihren Auswirkungen in mir schon einige Tage vor meinem Aufbruch. Ich war von innerer Unruhe erfüllt, einem unguten Gefühl in der Magengegend, das ich nicht zuordnen konnte. Anfangs war es nur ein vages Drücken... Mein Plan sah in diesem Jahr anders aus als in den Jahren zuvor. Ich wollte dieses Mal nicht wandern und mir allabendlich einen neuen Schlafplatz im Wald suchen, sondern hatte vor, in einen Wald umzuziehen und dort zu bleiben, um aus dem TUN im SEIN anzukommen... Das Wandern, das Finden und das Ankommen an einem neuen Platz, Wasser finden und filtern, das Auf- und Abbauen des Tarps binden Zeit und Aufmerksamkeit und das, was ich aus dem Alltag gut kenne - das Tun - nimmt großen Raum ein. 



Widerstand oder Intuition?

Ich wollte den größten Wald im Klützer Winkel aufsuchen. Allerdings nahm mein Unwohlsein zu, je näher der Tag der geplanten Abreise rückte. Seit nunmehr fünf Jahren schenke ich mir jedes Jahr eine Draußenzeit. Deshalb weiß ich inzwischen, dass das mehrtägige Alleinsein in der Natur mir neben wundervollen Erfahrungen wie Tierbegegnungen und Verbundenheitsgefühlen immer auch Herausforderungen bringt. Und die katapultieren mich erstmal aus meiner Komfortzone heraus, bevor ich ihren Schatz bergen kann. Ich vermutete also, dass mein unwohles Gefühl mich vom Verlassen meiner Komfortzone abhalten wollte - ein Widerstand sozusagen... Aber so anhaltend?  In der Regel kann ich mich auf meine Intuition verlassen. Jetzt jedoch war ich ratlos. Wie sollte ich zwischen Widerstand und (in diesem Fall warnender) innerer Stimme unterscheiden? Mir half das Sprechen mit einer meiner Schwestern und ein Experiment: Ich stellte mir vor, in den Wald zu ziehen, in dem sich mein Sitzplatz befindet und sofort setzte Entspannung ein. Es fühlte sich an, als fielen zentnerschwere Steine von mir ab. Ich atmete auf und mein ganzes inneres System sagte JAAAA. Dachte ich hingegen daran, in den Leonorenwald zu gehen, zog sich wieder alles in mir zusammen und wurde schwer und drückend. Auf diese deutlichen Signale hörte ich dann, veränderte meinen Plan und zog zu meiner Sitzplatz-Buche. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen konnte, wovor mich meine innere Stimme beschützte, ging ich da schon davon aus, dass sie es tat. Mir tut es gut, auf sie zu hören und mich so selbst ernst zu nehmen.

Erstmal ankommen

Der Ruf eines der zwei hier lebenden Kolkraben an der Schwelle zum Wald freute mich. Wo war nur der zweite? Ich betrat den Wald, nahm die Veränderung des Lichtes, der Temperatur, des Duftes wahr und sah die Buchen, Fichten, Eschen, Eichen, ab und an eine Vogelkirsche, einen Holunder, eine Eberesche und die Blumen - die letzten Veilchen und Buschwindröschen, leuchtende Goldnessel, die weißen Blüten des Wald-Hornkrauts...


...den ebenfalls blühenden Waldmeister und die ersten feinen Blüten des Ruprechtskrautes (2011 hatte ich damit gefärbt und gedruckt (KLICK)) 

Dann kam ich zu "meiner" Buche. Es tat sooo gut, mich auf die Erde zu setzen, meinen Rücken an ihren Stamm zu lehnen und zu atmen. Ich liebe den Blick in ihre ausladende Krone und bestaunte das Licht, das zu dieser Jahreszeit durch die schon großen, aber noch zarten Blätter fällt. 



Und doch dauerte es diesmal eine lange Zeit, bis ich wirklich angekommen war. Wie viele Gedanken durch meinen Kopf flogen, war mir bis dahin kaum bewusst. Ich bemerkte es erst hier, als ich nichts musste, sollte, wollte, sondern einfach sein durfte... Die sinnliche Wahrnehmung half mir beim Ankommen. Ich spürte den Waldboden unter mir, hörte das trockene Laub des Vorjahres rascheln. Der Wind strich mir über die Haut. Ich knabberte etwas Sauerklee und schmeckte die frische und angenehme Säure. Und dann tat ich weiter nichts. Nahm nur wahr. Sah die feinen Buchenblätter sich im Wind bewegen, beobachtete das Licht- und Schattenspiel, folgte dem Flug von Schmetterlingen mit den Augen, lauschte den Geräuschen des Waldes, dem Zwitschern, Rufen, Singen, Krächzen des gefiederten Volkes und immer wieder dem Wind, der dort an meinem Platz kräftig blies. Ich lauschte und lauschte...


Die erste Nacht

Für die Nacht legte ich eine Plane in die mit trockenem Laub gefüllte Senke, meine Isomatte darauf und mein Bett war fertig. Die Sonne sank...

 
...die Dämmerung fiel, die zunehmende Dunkelheit verschluckte die Farben, die Geräusche veränderten sich. Ich kroch in meinen Schlafsack, der Wind lullte mich ein und ich dämmerte hinweg. Ich kann in der Regel gut und überall schlafen, merke jedoch, dass der Schlaf draußen eine andere Qualität hat. Er ist leichter und erlaubt mir, bei ungewohnten Geräuschen schnell zu erwachen. Da sitzt mir wohl etwas Uraltes in den Genen. Ich hörte es Knabbern und Knuspern und erinnerte mich an ein Mäuschen, das ich in einer früheren Draußenzeit kennengelernt hatte. Ein Geschöpf trabte in der Nähe meines Schlafplatzes rasch vorbei. Das trockene Laub machte jede Bewegung hörbar. Ich vermutete, es war ein Fuchs, bin aber nicht sicher. Allerdings war mein Schlaf tief genug, dass ich nicht merkte, dass Mücken mir mitten in meine Nasenspitze gestochen hatten. Als ich erwachte, pochte und pulsierte sie und war angeschwollen. Überhaupt gab es hier sooo große und viele Mücken. Der viele Regen in der letzten Zeit hatte dafür gesorgt, dass alle Senken im Wald mit Wasser gefüllt waren und sich kleine Teiche und Wassergräben gebildet hatten. Ideale Mückenbedingungen also... Deshalb beschloss ich, für die nächsten Nächte Ramonas (KLICK) Moskitonetz aufzuhängen und mich so vor den kleinen Blutsaugern zu schützen.




Das Mini-Feuer hüten

Am Morgen kochte ich mir mit meinem ganz einfachen Holzkocher, der aus einem Ikea-Besteckbehälter, zwei langen Schrauben und einer Metalltasse besteht, einen Tee. Ich hatte Rohrkolbenwolle und feine Streifen Birkenrinde als Zundermaterial dabei, sammelte kleine Zweige und schlug mit Feuerstahl und Magnesiumstab heiße Funken ins Zundernest. Wie ich es liebe, so ein klitzekleines Feuer zu schüren und achtsam zu füttern, mit meiner Aufmerksamkeit nur bei den feinen Flammen zu sein!


Der so zubereitete Tee schmeckte mir besonders köstlich. Durch das Fasten - ich trank morgens Tee und ansonsten Wasser - verlangsamte ich. Zeit wurde bedeutungslos. Ich beobachtete einzig den Lauf der Sonne, suchte mir Sonnenflecken auf dem Waldboden und badete dort in Wärme und Licht. Ab und an summte oder tönte ich, aber die meiste Zeit war ich still. Ich schrieb nicht einmal Tagebuch.


Tierbegegnungen

Ein großer Feldhase drückte sich in seine Sasse, bis ich ganz nah heran gekommen war. Erst dann sprang er auf und flitzte davon. An einem anderen Morgen kam er (oder ein anderer) bis nah an meinen Schlafplatz heran, zupfte hier und naschte dort, hoppelte auf das nahe Feld und kam später wieder zurück. Er war ganz gemütlich unterwegs. Anders als einige Wildschweine abends, die wohl an die feuchte Senke wollten, mich jedoch witterten und schnell wie der Wind davonstoben, so dass die trockenen Zweige unter ihnen nur so krachten. Tja, wieder kein Glück bei der Beobachtung. Dabei gibt es in der Nähe meines Sitzplatzes eine viel besuchte Suhle und zwei eindrucksvolle Mahlbäume. Solang ich jedoch da war, ließ sich dort kein Schwein blicken.




In der zweiten Nacht hörte ich langsame, aber kraftvolle Schritte eines Zweibeiners, die näher und näher und dann ganz nah kamen... Ich hörte, wie etwas an meinem Rucksack zupfte, der vor dem Moskitonetz an einem Baum lehnte, hob ganz langsam den Kopf. Der Nandu erschrak und rannte davon. Wow! So nah war ich noch keinem gekommen. Im Dezember hatte ich hier in meinem Sitzplatzwald bereits ein Ei (KLICK) gefunden, wußte also, dass sie hier brüten.
Ich hörte die sehnsuchtsvollen Stimmen der Kraniche, den Ruf des Bussards, sah, wie der Rotmilan sich am Waldrand auf einem hohen Baum niederließ. 
Beim Umherstromern und Federn sammeln erschreckte ich einen Rehbock, der seinem Unbehagen noch lange und lautstark Ausdruck verlieh. Eine Ricke kam nah an meinem Platz vorbei. Sie nahm mich wohl nicht wahr und blieb ganz entspannt, denn der Wind stand gut für mich und ich war mucksmäuschenstill. 
Aber ich beobachtete auch viele kleine Geschöpfe: Springspinnen, Libellen, Käfer, eine rote Samtmilbe...


...und ganz viele Hummeln. Einige Zeit lag ich einfach auf dem Bauch und betrachtete den einen Quadratmeter Waldboden vor meiner Nase. Wieviel Leben darin war und wieviel Tod... Werden, Wachsen und Vergehen, im Kleinen wie im Großen und ich selbst war Teil des Ganzen... 

Herausforderung

Es war durchweg wunderbares Sommerwetter im Mai. Selbst nachts war es warm, so dass ich unter dem Moskitonetz sogar mit offenem Schlafsack liegen konnte. Ich hatte darauf verzichtet, mein Tarp aufzuspannen und genoss es, unter freiem Himmel und dem so grünen Blätterdach zu sein. Dann tauchten Wolken auf und der Himmel zog sich recht rasch zu. Obwohl auch die Mücken mich warnten, immer rasender wurden und ich ihre Sprache hätte verstehen können, hörte ich nicht auf sie. Und dann war es zu spät... Ein Gewitter krachte los. Blitz und Donner, gepaart mit Starkregen. Jetzt war es auch zu spät, das Tarp aufzuspannen. Dieses Moskitonetz ist aufgrund seiner Pyramidenform ohnehin nicht tarptauglich. Also schlüpfte ich lieber hinein, hockte mich auf meine Isomatte, zog das Tarp über mich und meine Sachen und hoffte darauf, dass das Gewitter schnell vorüber ging. Stattdessen blitzte es grell, krachte der Donner, ging es Schlag auf Schlag. Der Regen nahm eher noch zu, das Gewitter beruhigte sich mal, flammte dann jedoch wieder neu auf und ich hatte Angst... Um mich zu beruhigen, sang ich ein Lied der Cherokee und wiederholte es ein ums andere Mal. Das half mir tatsächlich, inmitten des Tumultes ruhig zu werden. 
Als das Gewitter dann vorbei war und es nur noch von den Bäumen tröpfelte, hockte ich unter dem Moskitonetz mitten in einem See aus Regenwasser. Meine Picknickdecke, die mir als Unterlage gedient hatte, war ebenso nass wie meine Jacke, mein Daunenschlafsack und einfach alles... 



Auf dem Regenwassersee schwammen Blütenpollen und zeigten schlierige Muster. Es war irgendwie absurd und zum Lachen. Ich betrachtete die Situation und beschloss, dass meine Draussenzeit jetzt beendet sei, rief meinen Gefährten an und bat ihn, mit unserer großen Einkaufskiste in den Wald zu meinem Sitzplatzbaum zu kommen. Dorthinein kamen die schweren nassen Sachen, die wir zu Hause im Garten zum Trocknen aufhängten.
Das war eine für mich ziemlich neue Situation, denn es entspricht mir eher, die Zähne zusammen zu beißen und allein eine Lösung zu finden. Da ich das aber kann, war meine Lernaufgabe hier eine andere.



Rainer staunte auch, denn er hatte noch nie erlebt, dass ich früher zurückkam, als ich angekündigt hatte. Ich lernte: Ich darf MIT der Situation gehen und immer neu entscheiden, was JETZT für mich stimmig ist. Ich kann um Unterstützung bitten und ich bekomme sie. Wie entspannend, mir all das zu erlauben! Und ich verstand: Das war der Grund für mein Unwohlsein. Wäre ich in den Leonorenwald gegangen, hätte ich diese Erfahrung nicht machen können. Ich hätte die Zähne zusammen gebissen und die Situation gewuppt, denn Situationen wuppen - das ist mir vertraut. Aber - ich muss meinen alten Mustern nicht folgen, sondern bin frei, von Situation zu Situation immer wieder neu zu entscheiden. Diese Erkenntnis darf jetzt in mich hineinsinken, sich in meine Zellen setzen und wirklich verinnerlicht werden. Und dann integriere ich dieses Wissen in mein ganzes weiteres Leben... Was für eine Erweiterung!

So viele Geschenke

Wieder bekam ich einen Stenz geschenkt, den ich bearbeiten und weiter verschenken werde. Und Federn  - ein paar blau schimmernde Stockentenfedern, drei von der Amsel, feine weiße Taubenfedern und ein paar, die ich nicht zuordnen konnte. Ich sammelte mehrere kuschelweiche Daunenfedern vom Waldboden, vielleicht die eines Käuzchens.


Und ich wurde mit klarer Waldluft beschenkt, mit Ruhe, Erholung und Langsamkeit, mit Dankbarkeit für meine innere Stimme, meine Intuition. Ich danke sehr dafür, dass ich nun noch einmal tiefer weiß, dass ich eingeladen bin, gut zu unterscheiden, wann es darum geht, etwas bis zum Ende zu bringen und wann ich weich und liebevoll mit mir sein darf und mir erlaube, etwas vorzeitig zu beenden. Ich danke euch Mücken für die Gewitter-Warnung und verspreche, euern Rat beim nächsten Mal ernst zu nehmen. Ich danke für die Erinnerung daran, mich in angstvollen Situationen selbst beruhigen zu können. Ich danke dafür, noch einmal mehr ins Vertrauen gesunken zu sein, dass das Leben es gut mit mir meint, dass ich getragen, gehalten und beschützt bin. Ich danke dir, Buche, dass es dich gibt, dass du nun schon einige Zeit meine Lehrerin bist und ich bei dir sein kann - bei jedem Wetter, zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit und immer wieder neu...

Donnerstag, 26. April 2018

Workshop: Die Natur als Spiegel

Am vergangenen Wochenende gab ich im Rahmen des ATW (KLICK) einen Workshop mit dem Titel DIE NATUR ALS SPIEGEL. Ich danke dem Bauspielplatz Schwerin (KLICK), für die fantastische Organisation und bin immer noch beeindruckt, wie die Logistik für die ca. 130 Menschen klappte und das bei drei verschiedenen Veranstaltungsorten.

Wie ich es liebe, mit Menschen Zeit im Wald zu verbringen und sie mit Methoden der Wildnispädagogik, aber auch all meinen anderen unterstützenden Werkzeugen, vor allem  jedoch meiner Liebe und Akzeptanz des Soseins dabei zu begleiten, in die Tiefe zu gehen! Und im Frühling, während die lebendige Wachstumskraft sich so zeigt, ist es noch einmal ein besonderes Geschenk. 


Viele der TeilnehmerInnen kamen aus schnelllebigen und lauten Großstädten, die ihnen im Alltag einiges abverlangen. Also ging es anfangs um das Ankommen - nicht nur im so sympathisch unaufgeräumten Wäldchen, sondern vor allem erstmal im eigenen Körper und ganz in diesem Moment des sooo kostbaren Lebens. Wir warteten nicht darauf, den "idealen Platz" zu finden, sondern bauten uns ein Waldsofa und erklärten es zu unserer Basis, zu der wir immer wieder zurückkehrten. Es war so schön zu sehen, wie alle sich mehr und mehr heimisch zu fühlen begannen. 


Und als es innen dann stiller wurde, durfte sich all das zeigen, was tief in uns verborgen ist. Die Schätze ebenso wie die noch ungelösten Fragen und die ganze Bandbreite der Gefühle... 


JedeR fand auch einen ganz persönlichen Platz, der mit dem Inneren in Resonanz ging, kam dort an, ließ sich verlangsamen, halten und tragen. Das gefiederte Volk beschenkte uns den ganzen Tag über mit einer Vogelstimmensinfonie, die Sonne mit ihrer Wärme. Ein üppiger Feldhase wirkte etwas irritiert, dass wir ebenfalls in seinem Wäldchen zu bleiben gedachten. Wir fanden Federn des Buntspechtes und nahmen sie als Geschenke an.


Nach einigen einstimmenden Angeboten konnten dann alle mit einer ungelösten Frage in den Wald auf eine Medizinwanderung gehen, sich berühren und sich Antworten schenken lassen. Wir teilten in Redestabrunden oder mit einer Partnerin, einem Partner, was geteilt werden wollte, sangen und gestalteten Land-Art, um uns bei dem Platz für das Willkommensein zu bedanken und die Erfahrungen tiefer sinken zu lassen.


Es war ein Workshop, der jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer etwas Anderes gab. Ruhe, frei werden, Verbundenheit, Emotionen, Sichfinden, Klärung - das waren einige der Resümee-Wörter. Mit dem Tanzlied KUATE LENO LENO MAOTE ehrten wir den Ort, an dem wir stehen, den Ort, an den wir gehen, den, von dem wir kommen und den, an dem wir sind. 

Und als "Zertifikat des Waldes" bekamen die TeilnehmerInnen zum Abschied eine Baumperle.


Aho!

Montag, 23. April 2018

Sing-Sang-Samstag mit Sylvia Kirchherr am 26. Mai 2018


Die Vögel zwitschern, singen, tirilieren, jubilieren gerade wie wild! Ja, nun ist auch hier in Nordwestmecklenburg der Frühling eingezogen - inzwischen sogar mit sommerlichen Temperaturen. Die Qualität der Zeit so kurz vor Beltane ist spürbar erfüllt von Sinnlichkeit, Kreativität und Schöpferkraft. Und passend zu dieser Zeitqualität erzähle ich Dir etwas Wundervolles: 

Am Samstag, dem 26. Mai 2018 kommt Sylvia Kirchherr (KLICK) endlich einmal wieder hierher nach Ollndorf in Nordwestmecklenburg und lädt zu einem Sing-Sang-Samstag ein. 

Was das ist? Die schönste Möglichkeit, im geschützten natürlichen Raum Deine ureigene Stimme tiefer zu entdecken, zu erforschen, erklingen, ertönen zu lassen und ganz im JETZT anzukommen. Unsere Stimmen, die so einzigartig sind wie ein Fingerabdruck, werden sich miteinander verweben und Klänge in den Himmel tragen, die es auf diese Weise nur dieses eine Mal geben wird. Sylvia begleitet uns einfühlsam mit ihrem Wesen und ihrer Gitarre. Das Singen und Tönen bringt uns nicht nur in unseren Körper, sondern lässt Blockaden schmelzen, verbindet uns mit unserer strömenden Lebensenergie, weckt die Lebendigkeit in uns und bringt uns in diesen so kostbaren Moment. Aber ich kann wohl noch so viele Worte finden, sie werden immer hinter dem Erlebnis, der Erfahrung zurückbleiben... Das sagt Sylvia selbst dazu: KLICK

Wenn unsere Worte Dir etwas von dem Zauber vermitteln konnten und Dich neugierig gemacht haben, dann melde Dich per Email bei jana.muchalski@web.de für das gemeinsame Singen und Tönen an.

Hier noch einmal im Überblick: 

Sing-Sang-Samstag mit Sylvia Kirchherr
26. Mai 2018 von 11.00 - 17.00 Uhr
Treffpunkt bei
Jana Muchalski,
Ollndorfer Hufe 8
23923 Niendorf OT Ollndorf
Anreise ab 10.30
Anmeldung bei jana.muchalski@web.de
Kursgebühr 95,- €

Falls Du von weiter her anreisen möchtest und eine Übernachtungsmöglichkeit brauchst, kann ich Dir das liebevoll geführte Gästehaus 22 (KLICK) in 19017 Rehna sehr empfehlen. 

Ich freue mich!!!

Mittwoch, 4. April 2018

Blütenmandala-3-Tage-Versteigerung


Hier kommt nach langer Zeit mal wieder eine offene Versteigerung. Dieses Blütenmandala habe ich aus Merinowolle nassgefilzt. Die sanften Farbverläufe in feurigen Tönen betonen den strahlenden Mittelpunkt. Es misst ca. 56 cm im Durchmesser und ist wunderbar dazu geeignet, die Mitte einer Gruppe zu schmücken oder einen Tisch zu zentrieren. Die Leuchtkraft der Blüte erinnert uns daran, wie sehr es sich lohnt, die in uns liegenden Samen nicht nur keimen und wachsen zu lassen, sondern wahrhaftig zu erblühen und unser Licht in die Welt zu tragen. 

Wenn Du das Mandala in Dein Zuhause oder Deine Praxis holen willst, schicke eine Mail mit Deinem Gebot an jana.muchalski@web.de

Die Auktion beginnt jetzt mit dem üblichen Startpreis von 1,- Euro und endet am Freitag, dem 6. April um 20.00 Uhr. Wie immer bekommt das Höchstgebot den Zuschlag. Hinzu kommen die tatsächlichen Versandkosten. Viel Freude und Erfolg beim Bieten! 

Gewinnerinnengebot:  133,99 €

 Edit: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, liebe Dani!

Montag, 5. Februar 2018

Imbolc - Ein Nachklang...

Es fühlte sich sooo gut an, die Frauen wiederzutreffen, zu sehen, zu umarmen, zu hören, zu spüren! Dadurch, dass wir die Wintersonnenwende nicht gemeinsam gefeiert hatten, war in mir eine Sehnsucht gewachsen. Erstaunt war ich über die gleichzeitig vorhandene feine Sorge, nach dieser langen Pause vielleicht "zu fremdeln". Aber die war völlig unbegründet. Es war wieder so eindrücklich, was geschieht, wenn wir einfach miteinander sind und tiefe wahrhaftige Lebenszeit teilen. Fernab von beruflichen oder Alltagsrollen... Eher geht es darum, dass unsere Essenzen, unser Strahlen und unser Licht, aber auch der Reichtum aller Gefühle dasein dürfen und wir uns in das Wissen hineinsinken lassen, dass JEDE genau richtig ist, so wie sie ist und dem Kreis einen ganz wichtigen Teil hinzufügt. Erst dadurch können alle jetzt bedeutsamen Themen auftauchen, die unserer zyklischen Entwicklung dienen. Das Ritual entwickelt sich dann fast von selbst. Natürlich spürte ich vorher tief in diese Zeitqualität hinein und bereitete passende Übungen vor, die uns aus dem Kopf in den Körper und das Erleben führten. Auch wenn wir gemeinsam durch die Jahre gehen und sich die Jahreskreisfeste wiederholen, ist doch jedes einzigartig.

Dieses Fest war fein, leise und heilig... Es beendete die Phase des Winterschlafes, einer Zeit, die ich als Dazwischen, Nichtwissen, Verkrustung und Starre erlebt hatte. Der Jahreswechsel war für einige von uns eine herausfordernde Zeit mit Zweifeln und Krankheit, Krise, Trennung und schmerzhaften Erkenntnissen. Nun fühlt es sich an wie ein Aufatmen.

Wir trafen uns unter dieser alten Hängebuche, die ich vor nicht allzu langer Zeit erst kennengelernt hatte. 

  
Mehrere Male hatte ich den Baum vorher besucht, Vogelfutter verstreut, still zu seinen Füßen gesessen...


...in seinem hohlen Stamm Melodien gesungen...



Und obwohl die Buche zu dieser Zeit blattlos in ihrer klaren winterlichen Struktur steht, bot sie uns einen kraftvollen Raum. Wir waren dort willkommen, behütet und beschützt. 

Zu Beginn und noch vor der Begrüßungsräucherung hatte jede Frau die Möglichkeit, dem Baum auf ihre Weise zu begegnen. Als wir Frauen dann vollzählig waren, eröffneten wir den Kreis, indem wir den Himmelsrichtungen, den Elementen und den zugehörigen Qualitäten für ihr Dasein, ihre Unterstützung dankten, zogen mit Salbeirauch einen Kreis um den Baum und räucherten dann auch einander ab. 

Wir saßen um das Feuer, das in der kleinen Feuerschale brannte und von K. liebevoll gehütet wurde...


...teilten unsere Wahrheiten in einer Redestabrunde, schüttelten laaaaange unsere Körper, bis jede einzelne Zelle vor Lebendigkeit vibrierte, rasselten dazu und ließen auftauchen, was jetzt losgelassen werden kann. Das flüsterten wir in mitgebrachte Schwanenfedern, die wir in den Baum hängten, dem Wind und seinem Spiel überließen. 


Wir holten uns mit einer langen Wunderkerze den Funken der Inspiration aus dem Feuer und begleiteten die vielen daraus entspringenden Funken mit unserer Liebe. Wir aßen köstliche Wraps und andere Leckereien, die S. für uns vorbereitet hatte, tranken würzigen Chai, den ich zum ersten Mal mit Pflanzenmilch und Ahornsirup als vegane Variante zubereitet hatte. 



Später weihten wir unsere weißen Kerzen für das Jahr. Mögen sie uns mit ihrem Licht, dem Funken der Inspiration, ihrer Wärme, der Kraft des Neubeginns und all den anderen Qualitäten, die sie nun in sich tragen, durch das Jahr begleiten. So sei es!

Dienstag, 2. Januar 2018

Heute findet hier kein Vollmond-Feuer-Singen statt...

...da ein Infekt mich noch immer einschränkt und ich bei den Versuchen zu singen einzig Hustenanfälle hervorrufe. Und die sind zwar rhythmisch, aber nicht besonders melodisch... 

Der nächste Termin ist Mittwoch, der 31. Januar 2018. Wir singen von 19.00 - 21.00 Uhr. Anmelden kannst Du Dich unter jana.muchalski@web.de Falls Du regelmäßig an das Vollmond-Feuer-Singen erinnert werden möchtest, schreibe mir doch ebenfalls eine kleine Mail an die o.g. Mailadresse.


Ich wünsche Dir von Herzen 
ein frohes und gesundes 
Neues Jahr!